FLOHMARKT... FLOHMARKT...FLOHMARKT...FLOHMARKT...FLOHMART...FLOHMARKT
am 19.06.2010 findet der von unserem Pfälzer Team organisierte FLOHMARKT zu Gunsten unserer Fellnäschen statt, wir freuen uns über Ihren Besuch...
ORT: Primasens, Kettrichhofstr. 20
Ungarn ...... und nun auch Kroatien
Wir haben uns mit ungar. und kroat. Tierschützern zusammengetan und unterstützen mehrere Auffangstationen für von der Tötung bedrohte Tiere.
In unserem Interesse liegt es vor allem, die Menschen vor Ort für das Leid unserer Mitgeschöpfe zu sensibilisieren, ebenso haben wir auch ein Kastrationsprojekt geplant bzw. werden es unterstützen.
Viel Arbeit liegt noch vor uns.
Die Hunde und auch Katzen, die wir aufnehmen werden, werden tierärztl. versorgt, gechipt, geimpft und soweit möglich auch bereits vor der Ausreise kastriert.
Futter oder sonstige Spenden, gerne auch Medikamente, einfach alles was bei dem Aufbau einer solchen Station helfen kann, wird gerne von uns entgegengenommen.
Spenden können wir gerne abholen im Raum Frankfurt, Emsland, Saarland und der Pfalz, gerne zahlen wir natürlich auch das Porto für verschickbare Waren.
Unsere Fahrten werden über Mannheim, Nürnberg, Linz, Wien, Budapest gehen....event. können wir da auch noch zuladen.
Bitte helfen Sie uns, damit unser Projekt ein Erfolg wird !!
SPANIEN, FRANKREICH und SÜDEUROPA.....
auch dort helfen wir, wo wir können.
Immer wieder werden wir wg. Notfällen um Hilfe gebeten...
Selbstverständlich sind wir zur Stelle, wenn es irgend möglich ist.
Unsere Freunde wissen, dass sie sich auf uns und unsere Unterstützung verlassen können.
Wir benötigen jedoch auch hier Ihre Hilfe, sei es als Pflegestelle, Helfer in der Not, Reisepate... oder oder oder…
Melden Sie sich einfach, wenn Sie uns und den armen Tieren helfen möchten.
Vielen lieben Dank ....
16.03.09 - 24.03.09:
Unsere 1. Ungarnfahrt....am 19.3.09 war es soweit: am späten Mittwoch Abend wurde unser Pinky-Bulli mit Spenden der Aktion-Winterhilfe, sowie Futter und sonstiger notwendiger Dinge, die wir noch gekauft hatten, beladen.
Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es um 4.30 Uhr los…. Richtung Ungarn, wo wir nach 12 stündiger Fahrt müde und doch sehr aufgeregt ankamen...
Ein erster Rundgang durch das Dorf in dem wir untergekommen waren erschüttert uns bereits zustiefst: alle Hunde, und davon gab es hier reichlich, lagen meist an dicken Ketten, ohne Hundehütten und Schutz vor Regen oder Kälte.
Selbst kleine Terrier lagen an Ketten, die so groß waren, dass es leicht die Ankerketten eines Schiffes hätten sein können.
Obwohl wir kein Wort ungarisch sprechen, versuchten wir, den Besitzern klar zu machen, was sie ihren Hunden antun, aber diese winkten nur ab….belächelten uns... es sind doch nur Hunde...
In einigen Gärten waren gleich mehrere Hündinnen, die ein riesiges Gesäuge aufwiesen. Die Hündinnen waren viel zu dünn, ausgemergelt und kraftlos.
Aber das interessiert hier keinen.
Die Hündinnen werden weiterhin mind. einmal im Jahr Welpen gebären, die dann zu einem Spottpreis verkauft werden... und sollten sie nicht den Normen entsprechen, werden sie halt entsorgt... denn wofür gibt es denn die Tötungsstationen.
Mit einem kleinen Teil des von uns gekauften Futters erfreuten wir wenigstens ein paar dieser armen Kerlchen, deren Ketten bis zum Zaun reichten....
Am nächsten Tag besuchten wir eine Familie, die eine kleine, schwarze Cockerspanielhündin besaß. Sissi lebte, wie die meisten Hunde in Ungarn, im Garten - unbeachtet und vernachlässigt, ursprünglich sicher als Spielzeug für die Kinder angeschafft.
Sie war in einem erbarmungswürdigen Zustand, total verwahrlost, das Fell schon so verklumpt, dass sie ihre eigenen Ohren kaum packte.
Ein Bild des Jammers. Die Leute boten uns an die Kleine gleich mitzunehemn... kein Interesse mehr...
Gesagt - getan! Sissi wurde geimpft und untersucht, dabei wurde festgestellt, dass man ihr vor kurzer Zeit so heftig unter den Bauch getreten hatte, dass sie einige gebrochene Rippen davongetragen hatte.
Eine davon hatte sich sogar nach vorne rausgewölbt, es bestand allerhöchste Gefahr, dass lebenswichtige Organe verletzen werden.
Sissi wurde auf der Stelle operiert!
Abends konnten wir sie dann wieder abholen.
Leider hatten wir nicht die Möglichkeit, Sissi in unserer Unterkunft zu behalten, denn hier waren schon sieben andere Hunde untergebracht, deren weiteres Schicksal noch ungewiss war.
So musste die arme Maus wieder in ihren Garten ziehen und dort warten bis unsere ungar. Kontaktperson sie mit nach Deutschland nehmen konnte.
Frisch operiert ... einfach unglaublich... lag die arme Maus dann wieder im Dreck, sie durfte nicht mal in den Keller.
In der Garage unserer Gastfamilie war eine kleine Dackelmix-hündin mit ihren fünf Welpen untergebracht. Die arme Mami war ausgemergelt und kraftlos, ihre Kleinen jedoch in einem recht guten Zustand.
Wie verzweifelt muss sich die arme Lady, so haben wir sie genannt, um ihre Welpen gekümmert haben, es trieb uns die Tränen in die Augen und für uns stand sofort fest:
wir werden sie mitnehmen und ein Plätzchen für sie und ihre Kinder finden, dank Corinne durfte Lady mit ihren Kindern mitreisen, als wir Ungarn verliessen.
Am nächsten Tag besuchten wir ein Tierheim mit angrenzender Tötung.
Was wir hier sahen und fühlten, werden wir nie wieder vergessen, denn die traurigen, verzweifelten Hundeaugen haben sich bis in unsere Träume gebrannt.
Bereits am ersten Zwinger konnten wir die Tränen nicht mehr zurückhalten... ein junger Vizlar sah uns mit flehenden Augen an…
er sollte getötet werden, weil er dem Besitzer nicht groß genug wurde!
Ein junger, verspielter, lebenslustiger Rüde sollte sterben, weil er nicht der Norm entsprach, das ist doch einfach unglaublich!
Die Zwinger sind extrem niedrig, wir mussten uns bücken, damit wir uns nicht ständig den Kopf anstießen.
In einige der Zwinger dringt nicht mal Licht herein, schwere Eisentüren, die lediglich ein paar Löcher aufweisen, verhindern dies.
Es ist dunkel... trist, stickig …hoffnungslos.
Durch ein rostiges Gitter fixierten uns zwei weit aufgerissene Hundeaugen: Stella, eine kleine Hündinn, Rauhaardackel/ Yorkiemischling. Sie war zutiefst verstört und traumatisiert.
Sie kuschelte sich sofort in Dagmars Arme...
Für uns stand sofort fest... die Beiden werden mit uns kommen ...sie waren bereits ausreichend geimpft, den Chip liessen wir noch am gleichen Abend setzen und der Tierarzt bescheinigte zum Glück auch einen guten Gesundheitszustand, sie durften also mit uns reisen....
Frakk und Stella wie die beiden hießen, haben wir also gerettet, das hört sich eigentlich schön an, aber Tatsache ist, wir und die anderen Hunde, die wir zurückließen, wussten, dass es für viele dieser armen Kerlchen kein nächstes Mal geben wird...dass wir für sie die letzte Chance in die Freiheit bedeuteten.
Sie jaulten und bellten, bei manchen glaubten wir förmlich Tränen in den Augen zu sehen.
Es war kaum zu ertragen, aber wir konnten sie nicht alle mitnehmen.
Mit Leckerlies versuchten wir, die Hunde ein wenig zu beruhigen, aber das Ganze hatte einen mehr als faden Beigeschmack für uns.
Wir waren fix und fertig... und konnten die Tränen nicht mehr stoppen, wir wussten, dass unsere Entscheidung für die Rettung von Mami, Frakk und Stella für einige der anderen das Todesurteil bedeutet.
Warum sind Menschen nur so schrecklich, so unmenschlich????
Es sind doch unsere Mitgeschöpfe....
Die unmittelbar angrenzende Tötung mit 7 Zwingern, in denen jeweils mind. 2-3 Hunde sitzen war völlig ausgelastet.
Auf dem Grundstück vor den Zwingern waren Pfähle in den Boden gerammt und an daran verankerten Ketten, lagen die großen Hunde. Als sie uns sahen, zerrten und rissen sie an ihren Ketten, sie wimmerten, jaulten, schienen um Hilfe zu schreien….
Es war kaum zu ertragen....
Die Tötung war allerdings im Verhältnis zum Tierheim sehr sauber und hell. Der Mann, der von der Stadt angestellt ist, um die Hunde einzufangen, erklärte uns, dass er nicht töten will, es wird versucht die Hunde auch in Ungarn zu vermitteln. Nur dann, wenn die Zwinger voll sind und kein Platz mehr für neue Hunde ist, wird getötet.
Das ist ein geringer Trost... haben wir doch gesehen wie voll die Anlage ist.... es ist absolut kein Platz mehr...
Kurz nach unserer Abreise, haben wir erfahren, ist wieder ein Teil dieser Hunde getötet worden…zu spät....es ist zum Verzweifeln....
Am nächsten Tag besuchten wir die Bella-Foundation in Cegled.
In einem Zwinger saß eine kleine Staff-Mix-Hündin.
Sie hatte die traurigsten Augen der Welt.
Ohne zu zögern betrat Dagmar ihren Zwinger - die Hündinn verkroch sich sofort in ihrer Hütte.
Ein Bündelchen Angst....
Sie hatte vor kurzem Welpen geboren, was mit diesen geschah, weiß niemand, will auch niemand wissen! Sie war total abgemagert und hatte sich aufgegeben. Wir wussten, dass wir sie nicht mitnehmen konnten, weil sie noch nicht ausreichend geimpft war, aber es war uns sofort klar, dass wir eine Familie, ein Heim für sie finden werden.
Das einzig böse an diesem armen Hund war der Mensch, dem sie gehörte und der sie dann hier entsorgte… der aus diesem armen Geschöpf das machte, was wir nun sahen:
Zerrüttet! Hoffnungslos! Resigniert! Dabei war dieses arme Ding erst höchstens 1 Jahr alt.
Wieviel Schmerz hat sie schon verkraften müssen? Wieviel Leid?
Wieviel Kummer?
uptate:Nach mehreren Wochen und einigen Anstrengungen ist auch Grace gerettet...Dagmar hat eine Familie für sie gefunden.
Als wir in der Nacht zum 23.3.09 wieder in Deutschland eintrafen, hatten wie die Mami (Lady) mit ihren Welpen, den Vizlar Frakk, die kleine Hündinn Sella, sowie für den Tierschutzverein TH ohne Grenzen folgende Hunde dabei: Dolli, Duci, Flora, Borzi und Eddy.
Lady mit 4 ihrer Welpen durfte zu Corinne ziehen.
Vielen lieben Dank nochmals, dass du dich so kurzfristig dafür bereit erklärt hast.
Stella, die während der ganzen Heimreise auf Daggies Schoß schlief, fand bei einer Arbeitskollegin von ihr ein neues Zuhause.
Frakk wurde von einem Freund seiner Pflegestelle adoptiert.
Beide Hunde blühten schon nach wenigen Tagen auf und zeigen deutlich ihre Dankbarkeit, dem Elend entronnen zu sein....
Jetzt können sich ihre kleinen Seelen erholen, heilen und denjenigen, der ihnen das alles antat, weiter lieben: den Menschen…..
Fazit unserer Ungarnreise:
Ungarn ist ein unglaublich schönes und weites Land,
die Armut, die wir in vielen Dörfern gesehen haben, hat uns sehr beunruhigt. Viele Dörfer werden zu Geisterdörfern, weil die jungen Menschen wegziehen müssen, um Arbeit zu finden. Die Alten bleiben zurück….
Viele Ungarn sind tierlieb, eben auf ihre Art und Weise und mit ihren Mitteln.
In Ungarn gibt es seit kurzem ein neues Gesetz, das besagt, dass alle Hunde eine Tollwutimpfung haben müssen….dies jedoch wird für viele Hundebesitzer nicht bezahlbar sein, obwohl die Impfungen nur einen Bruchteil dessen kosten, was wir hier in Deutschland bezahlen...
für die meisten Ungarn ist es dennoch zu teuer…die Tötungen schwappen über!
Weitere Spendenfahrten sind geplant. Bis dahin und natürlich auch darüber hinaus, werden wir mit anderen dt. Vereinen eng zusammenarbeiten, um nach und nach die bei uns eingangenen Spenden nach Ungarn bringen zu lassen.
Hier noch ein Riesendankeschön an Jürgen Bommer (Gutemiene) der uns seinen Pinky-Bulli kostenlos (!!) für unsere erste Fahrt zur Verfügung gestellt hatte...so dass diese schon ein voller Erfolg wurde und wir alle Spenden mitnehmen konnten.