Tierhilfe-Projekt-Odena-France - wir finden den richtigen Freund für Sie ...
...und weiter geht's...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vielen Dank den lieben Spendern, die dem Aufruf von Kathrin gefolgt sind und Futter für Hund und Katz, Leckerlies, Decken, wärmende Unterlagen, Halsbänder, Leinen etc. gespendet haben.
 
Ein herzliches Dankeschön auch an den Fressnapf in Völklingen, sowie die freundlichen Spender.  Wir sagen danke im Namen unserer Fellnäschen, für die durch Ihre Spenden  das Leben etwas erträglicher wird...
 
 
 
dank der Hilfe befreundeter Tierschutzvereine ist auch unsere 2. Kroatienfahrt ein voller Erfolg  geworden...
 
 
 
 
...viele Spenden konnten vor Ort gebracht werden... Futter, Medikamente, Decken, Baumaterialien, Kleidung etc...
 
Auf der Rückfahrt begleiteten uns viele glückliche Fellnasen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kroatien
01.10.- 04.10.2009
 
(hier der Fahrtbericht meiner Freundin Mirna, mit der ich zusammen in Kroatien war)
 
Ich sah die Tiere in ihren Zwingern und Käfigen
im Tierheim.
Den Abfall der menschlichen Gesellschaft.
Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Furcht und
Verzweiflung, Traurigkeit und Betrug.
                                  Und ich war böse.                                  
"Gott", sagte ich, "das  ist schrecklich!
 Warum tust Du nicht was?"
Gott  schwieg einen  Augenblick
und erwiderte dann leise:
"ich habe was getan,
ich habe Dich erschaffen."
 
   Jim WIllis
   "The Animal's   Savoir"
 
 
 
Tiere sollten geschützt  und Tierschutzvereine unterstützt werden.
Wir wissen alle wie sehr ein Tier sich freuen kann, Angst zeigt, Schmerz, Trauer,
 
Tiere lieben und empfinden.
 
 
Mein „Besuch“ in Shelter Rijeka hat mich wiedermal in ein tiefes Loch gestürzt…
Ich habe viele Tierunterkünfte gesehen…auch Bilder davon, aus Spanien, Portugal, Serbien, Rumänien ja sogar Kosovo und und und…
es war grausam, es war hässlich,
 
Es war einfach nicht gut! Für kein Tier!
 
Aber nur in Zadar und Rijeka (was ich bis jetzt sah) war Shelter mitten in Wald…
Auf der Erde die durch Regen und Feuchtigkeit erweicht war, und die Pfoten versinken in dem Schlamm und in Rijeka klimabedingt vereist die Erde und das Wasser wird zum Eis und kleine Welpenzungen bleiben in den Näpfen kleben bist der Tod sie erlöst und am nächsten Tag müssen die kleinen Zungen von dem Eis getrennt werden damit man die wieder mit Wasser füllen kann und durstige Tiere etwas trinken können bis aus dem Wasser wieder Eis wird.
 
Erschreckend die Vorstellung das es nicht einmal ein kleines Gebäude gibt…alles ist frei…alles ist Wald Wald Wald und Bäume voller Schnee und Eis. Die Zwinger sind auch nicht durch Eisengitter geschützt, es sind Drahtnetze die immer wieder repariert werden müssen aber keine Sicherheit gewährleisten.
Und dahinter die Tiere…um Aufmerksamkeit bittend, freundlich, auch wenn die Ohren fehlen, oder ein und auch beide Augen, und ich denke an das Lied „Spiel mir das Lied vom Tod“ und doch ist Leben da…und äußerst starke sichtliche Wunsch nach Leben und Liebe ..nach eine Berührung.
Während in Zadar noch gleich die Strasse da ist, eine Kreuzung mit Ampel und ein Supermarkt gegenüber… hier in Rijeka ist nur Wald und Schlamm und der Weg zum Shelter für Stossdämpfer fatal..
 
Ich lief ziellos durch Shelter und machte Bilder die ich gar nicht mehr wahr nahm und bekam Lust zum Schreien doch ich lächelte die Hunde an und sprach ganz leise zu denen und versprach was ich nicht halten kann. Ich werde an dich denken, vielleicht finde ich kein Zuhause für dich aber ich will sehen das du ein Dach über dem Kopf bekommst, ich will dir ermöglichen ein Wassernapf in geschlossenem Raum wo es nicht zum Eis wird und du Tag und Nacht trinken kannst.
 
Der Mama die sich schützend vor ihre Babys gestellt hat versprach ich ein besseres Leben für sie und die Kinder…sie ist mitgekommen, sie ist hier und sie hat ein liebevolles Zuhause. Doch was ist mit anderen Mamas!
 
Die Depression hielt an. Fuhr mit mir bis nach Deutschland und lässt nicht los!
 
 
 
Dem Bericht von MIrna gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...
einige wenige Tiere konnten wir bei unserer Rückreise mitnehmen...
viele mussten wir zurücklassen...
aber wir kommen wieder... helfen weiter... so gut wir es können....
 
 
 
UNGARN
 
16.03.09 - 24.03.09:
 
Unsere 1. Ungarnfahrt....am 19.3.09 war es soweit: am späten Mittwoch Abend wurde unser Pinky-Bulli mit Spenden der Aktion-Winterhilfe, sowie Futter und sonstiger notwendiger Dinge, die wir noch gekauft hatten, beladen.
 
Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es um 4.30 Uhr los…. Richtung Ungarn, wo wir nach 12 stündiger Fahrt    müde und doch sehr aufgeregt ankamen...
 
Ein erster  Rundgang durch das Dorf in dem wir untergekommen waren erschüttert uns bereits zustiefst: alle Hunde, und davon gab es hier reichlich, lagen meist an dicken Ketten, ohne Hundehütten und Schutz vor Regen oder Kälte.
 
Selbst kleine Terrier lagen an  Ketten, die so groß waren, dass es leicht die Ankerketten eines Schiffes hätten sein können.
 
Obwohl wir kein Wort ungarisch sprechen, versuchten wir, den Besitzern klar zu machen, was sie ihren Hunden antun, aber diese winkten nur ab….belächelten uns... es sind doch nur Hunde...
 
In einigen Gärten waren gleich mehrere Hündinnen, die ein riesiges Gesäuge aufwiesen. Die Hündinnen waren viel zu dünn, ausgemergelt und kraftlos.
 
Aber das interessiert hier keinen.
 
Die Hündinnen werden weiterhin mind. einmal im Jahr Welpen gebären, die dann zu einem Spottpreis verkauft werden... und sollten sie nicht den Normen entsprechen, werden sie halt entsorgt... denn wofür gibt es denn die Tötungsstationen.
 
Mit einem kleinen Teil des von uns gekauften Futters erfreuten wir wenigstens ein paar dieser armen Kerlchen, deren Ketten bis zum Zaun reichten....
 
Am nächsten Tag besuchten wir eine Familie, die eine kleine, schwarze Cockerspanielhündin besaßen. Sie lebte, wie alle Hunde hier, im Garten - unbeachtet und vernachlässigt, ursprünglich einmal sicher als Spielzeug für die Kinder angeschafft.
 
Sie war in einem wirklich erbarmungswürdigen Zustand, total verwahrlost, das Fell schon so verklumpt, dass sie ihre eigenen Ohren kaum packt. Ein Bild des Jammers. Die Leute boten uns an die Kleine gleich mitzunehemn... kein Interesse mehr...
       
Gesagt - getan! Sissi wurde geimpft und untersucht, dabei wurde festgestellt, dass man ihr vor kurzer Zeit so heftig unter den Bauch getreten hatte, dass sie einige gebrochene Rippen davongetragen hatte.
 
Eine davon hatte sich sogar nach vorne rausgewölbt, es bestand allerhöchste Gefahr, dass lebenswichtige Organe  verletzen werden.
 
Sissi wurde auf der Stelle operiert!
Abends konnten wir die Kleine dann wieder abholen.
 
Leider hatten wir nicht die Möglichkeit, Sissi in unserer Unterkunft zu behalten, denn hier waren schon sieben andere Hunde untergebracht, deren weiteres Schicksal noch ungewiss war.
 
So musste die arme Maus wieder in ihren Garten ziehen und dort warten bis unsere ungar. Kontaktperson sie mit nach Deutschland nehmen konnte.
 
Frisch operiert ... einfach unglaublich... lag die arme Maus dann wieder im Dreck, sie durfte nicht mal in den Keller.
 
In der Garage unserer Gastfamilie war eine kleine Dackelmix-hündin mit ihren fünf Welpen untergebracht. Die arme Mami war ausgemergelt und kraftlos, ihre Kleinen jedoch in einem recht guten Zustand.
 
Wie verzweifelt muss sich die arme Lady, so haben wir sie genannt, um ihre Welpen gekümmert haben, es trieb uns die Tränen in die Augen und für uns stand sofort fest:
wir werden sie mitnehmen und ein Plätzchen für sie und ihre Kinder finden, dank Corinne durfte Lady mit ihren Kindern mitreisen, als wir Ungarn verliessen.
                      
Am nächsten Tag besuchten wir ein Tierheim mit angrenzender Tötung.
 
Was wir hier sahen und fühlten, werden wir nie wieder vergessen, denn die traurigen, verzweifelten Hundeaugen haben sich bis in unsere Träume gebrannt.
 
Bereits am ersten Zwinger brach Dagmar weinend zusammen……ein Vizlar…er sollte getötet werden, weil er dem Besitzer nicht groß genug wurde!
 
Ein junger, verspielter, lebenslustiger Rüde sollte sterben, weil er nicht der Norm entsprach, das ist doch einfach unglaublich!
 
Die Zwinger sind extrem niedrig, wir mussten uns bücken, damit wir uns nicht ständig den Kopf anstießen.
 
 
In einige der Zwinger dringt nicht mal Licht herein,  schwere Eisentüren, die lediglich ein paar Löcher aufweisen, verhindern dies.
Es ist dunkel... trist, stickig …hoffnungslos.
 
Durch ein rostiges Gitter fixierten uns  zwei weit aufgerissene Hundeaugen: Stella, eine kleine Hündinn, Rauhaardackel/ Yorkiemischling. Sie war zutiefst verstört und traumatisiert.
 
Sie kuschelte sich sofort in Dagmars Arme...
 
Für uns stand sofort fest... die Beiden werden mit uns kommen ...sie waren bereits ausreichend geimpft, den Chip liessen wir noch am gleichen Abend setzen und der Tierarzt bescheinigte zum Glück auch einen guten Gesundheitszustand, sie durften also mit uns reisen....
 
 
Frakk und Stella wie die beiden hießen, haben wir also gerettet, das hört sich eigentlich schön an, aber Tatsache ist, wir und die anderen Hunde, die wir zurückließen, wussten, dass es für viele dieser armen Kerlchen kein nächstes Mal geben wird...dass wir für sie die letzte Chance in die Freiheit bedeuteten.
 
Sie jaulten und bellten, bei manchen glaubten wir förmlich Tränen in den Augen zu sehen.
 
Es war kaum zu ertragen, aber wir konnten sie nicht alle mitnehmen.
Mit Leckerlies versuchten wir, die Hunde ein wenig zu beruhigen, aber das Ganze hatte einen mehr als faden Beigeschmack für uns.
 
Wir waren fix und fertig... und konnten die Tränen nicht mehr stoppen, wir wussten, dass unsere Entscheidung für die Rettung von Mami, Frakk und Stella für einige der anderen das Todesurteil bedeutet.
 
Warum sind Menschen nur so schrecklich, so unmenschlich????
Es sind doch unsere Mitgeschöpfe....
 
Die unmittelbar angrenzende Tötung mit 7 Zwingern, in denen  jeweils mind. 2-3 Hunde sitzen war völlig ausgelastet.      
 
Auf dem Grundstück vor den Zwingern waren Pfähle in den Boden gerammt und an daran verankerten Ketten, lagen die großen Hunde. Als sie uns sahen, zerrten und rissen sie an ihren Ketten, sie wimmerten, jaulten, schienen um Hilfe zu schreien….
Es war kaum zu ertragen....
 
         
Die Tötung war allerdings im Verhältnis zum Tierheim sehr sauber und hell. Der Mann, der von der Stadt angestellt ist, um die Hunde einzufangen, erklärte uns, dass er nicht töten will,  es wird versucht die Hunde auch in Ungarn zu vermitteln. Nur dann, wenn die Zwinger voll sind und kein Platz mehr für neue Hunde ist, wird getötet.
 
Das ist ein geringer Trost... haben wir doch gesehen wie voll die Anlage ist.... es ist absolut kein Platz mehr...
Kurz nach unserer Abreise,  haben wir erfahren, ist wieder ein Teil dieser Hunde getötet worden…zu spät....es ist zum Verzweifeln....
 
 
Am nächsten Tag besuchten wir die Bella-Foundation in Cegled.
In einem Zwinger saß eine sogenannte Soka (Kampfhund-Mix)
Sie hatte die traurigsten Augen der Welt. Ohne zu zögern betrat Dagmar ihren Zwinger - die Hündinn verkroch sich sofort in ihrer Hütte.
 
Ein Bündelchen Angst....
 
Sie hatte vor kurzem Welpen geboren, was mit diesen geschah, weiß niemand, will auch niemand wissen! Sie war total abgemagert und hatte sich aufgegeben. Wir wussten, dass wir sie nicht  mitnehmen konnten, weil sie noch nicht ausreichend geimpft war, aber es war uns sofort klar, dass wir eine Familie, ein Heim für sie finden werden.
 
Das einzig böse an diesem armen  Hund war der Mensch, dem sie gehörte und der sie dann hier entsorgte… der aus diesem armen Geschöpf das machte, was wir nun sahen:
 
Zerrüttet! Hoffnungslos! Resigniert! Dabei war dieses arme Ding erst höchstens 1 Jahr alt.
 
Wieviel Schmerz hat sie schon verkraften müssen? Wieviel Leid?
Wieviel Kummer?
 
uptate: Nach mehreren Wochen und einigen Anstrengungen ist auch Grace gerettet...
 
Als wir in der Nacht zum 23.3.09 wieder in Deutschland eintrafen, hatten wie die Mami (Lady) mit ihren Welpen, den Vizlar namens Frakk, die kleine Hündinn namens Stella, sowie für den Tierschutzverein TH ohne Grenzen folgende Hunde dabei: Dolli, Duci, Flora, Borzi und Eddy.
Lady  mit 4 ihrer Welpen durfte zu Corinne ziehen. Vielen lieben Dank nochmals dafür.
Dort kann sie sich erholen und in Ruhe, ohne Angst um ihre Kleinen kümmern.
Stella, die während der ganzen Heimreise auf Daggies Schoß schlief, fand bei einer Arbeitskollegin von ihr ein neues Zuhause.
Frakk wurde von einem Freund seiner Pflegestelle adoptiert.
Beide Hunde blühten schon nach wenigen Tagen auf und zeigen deutlich ihre Dankbarkeit, dem Elend entronnen zu sein....
Jetzt können sich ihre kleinen Seelen erholen, heilen und denjenigen, der ihnen das alles antat, weiter lieben: den Menschen…..
 
Fazit unserer Ungarnreise:
Ungarn ist ein unglaublich schönes und weites Land,
die Armut, die wir in vielen Dörfern gesehen haben, hat uns sehr beunruhigt. Viele Dörfer werden zu Geisterdörfern, weil die jungen Menschen wegziehen müssen, um Arbeit zu finden. Die Alten bleiben zurück….
Viele Ungarn sind tierlieb, eben auf ihre Art und Weise und mit ihren Mitteln.
In Ungarn gibt es seit kurzem ein neues Gesetz, das besagt, dass alle Hunde eine Tollwutimpfung haben müssen….dies jedoch wird für viele Hundebesitzer nicht bezahlbar sein, obwohl die Impfungen nur einen Bruchteil dessen kosten, was wir hier in Deutschland bezahlen...
für die meisten Ungarn ist es dennoch zu teuer…die Tötungen schwappen über! 
 
Weitere Spendenfahrten haben wir geplant.
Bis dahin und natürlich auch darüber hinaus,
werden wir mit anderen dt. Vereinen eng zusammenarbeiten um nach und nach die bei uns eingangenen Spenden nach Ungarn bringen zu lassen.